Gewitterfront stoppt Dolphins nicht

Die lange Auswärtsfahrt an die Ostsee hat sich für die Paderbron Dolphins gelohnt. Einen 26:7 Sieg über die Rostock Griffins und damit zwei Zähler für die Tabelle konnte das Team aus Ostwestfalen aus dem Osten Deutschlands entführen und zeigte eine gute Teamleistung.

Die Dolphins legten nach verlorenem Cointoss mit einem vielversprechendem Drive und der eigenen Offense unter der Führung von Quarterback Carlos Martin Nieto los und wollten zeigen, dass man aus den Fehlern der vergangenen Spiele gelernt hatte und nun wieder angriffslustigen Football spielen wollte.

Ausgerechnet wenige Meter vor der Endzone dann ein Schockmoment: nach vollständigem Pass von Nieto auf Wide Receiver Sören Griese wurde der Ball herausgerissen und der Fumble von Warren Bartlett Jr. über das komplette Feld 97 Yards in die Endzone der Paderborner zurückgetragen. Langer Drive Dolphins, Punkte jedoch für die Griffins zum 0:7 Zwischenstand aus Paderborner Sicht: „Das wir in einem solchen Moment ruhig bleiben und den Fokus auf den guten Drive, nicht auf das ärgerliche Finish legen, das war in dem Spiel und auch für den weiteren Nachmittag absolut entscheidend“, so Headcoach Irmscher nach dem Spiel.

Paderborn konnte so fast gänzlich unbeeindruckt weiter an die Offense-Leistung des ersten Drives anknüpfen und über einen weiteren guten Drive mit einer Kombination aus Kurzpassspiel und starkem Laufspiel das Feld überbrücken. Runningback Darrell Tate und Kicker Hendrik Schröder vollendeten letztlich zum 7:7.

Seinen ersten Auftritt im Trikot der Greifen feierte dann Neuankömmmling Quarterback Shon Belton. Vier Tage zuvor erst angereist konnte er jedoch der Defense von Coordinator Ströming keine entscheidende Sorgen bereiten. Die Defense selbst ließ am gesamten Tag mit einer kompakten Leistung keine Punkte zu.

Paderborn hingegen schraubte bereits in den nächsten Drives den Spielstand auf einen 20:7 Zwischenstand (TD-Pass Nieto auf Sören Griese plus Extrapunkt, zwei Fieldgoals von Schröder), bevor das Spiel dann vier Minuten vor Ende der ersten Halbzeit erst einmal ruhen musste. Die Schiedsrichter konnten aus der Entfernung ein angesagtes Gewitter heranziehen hören und entschieden sich so pflichtbewusst, das Spiel in die Unterbrechung zu schicken. Circa eine Stunde ruhte das Ei also in der nahe des Ostseestadions gelegenen Spielstätte der Griffins, welche mit rund 800 Zuschauern gut besucht war. „Dass es letztlich dann doch wieder losging, war natürlich eine riesige Erleichterung für uns“, so HC Irmscher: „Erstens willst du natürlich nicht, dass dir ein solch toller Start ins Spiel durch einen Abbruch genommen wird, Zweitens wäre eine zweite Anreise nach Rostock logistisch nicht ganz leicht gewesen.“

Um 18:02 dann starteten die Kontrahenten zurück in das Spiel, der Spielverlauf ähnelte dem, der „gefühlten“ ersten Hälfte (die Halbzeit fiel aus) – Die Defense spielte stark auf, sorgte mit Interceptions von Jan Berg und Anthony Caesar sowie einem von Lukas Wiesbrock herausgeschlagenen Fumble für Turnover. Die Offense der Dolphins nahm einen Fuß vom Gas und versuchte durch ein kontrolliertes Spiel mit der Zeit und viel Ballbesitz den Sieg nach Hause zu fahren. Kicker Hendrik Schröder machte seinen perfekten Samstag mit zwei weiteren Fieldgoals zum Endstand von 26:7 perfekt.

„Wir waren nach den vergangenen Spieltagen ordentlich unter Beschuss geraten, weil die Offense nicht so performte, wie wir uns das gewünscht hatten“, so Offense Coordinator Nils Müller, der sichtlich erleichtert wirkte: „umso glücklicher sind wir natürlich, dass sich die intensive Vorbereitung und das Vertrauen auf unseren offensiven Matchplan diese Woche ausgezahlt hat.“

Schon in der kommenden Wochen empfangen die Paderborn Dolphins im heimischen Hermann-

Löns-Stadion die noch sieglosen Hamburg Huskies. „Wer denkt, das wird ein Selbstläufer, der sollte sich diese Woche nicht beim Training sehen lassen und der wird auch nicht den heimischen Platz als Aktiver betreten!“, kommentierte Headoach Irmscher das anstehende Heimspiel.

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