Dolphins können Royals nichts entgegensetzen

Potsdam Royals setzen sich mit 37:13 gegen Paderborn Dolphins durch

Die Paderborn Dolphins verlieren ihr Heimspiel gegen die Potsdam Royals mit 37:13. Damit kassieren die Ostwestfalen die vierte Niederlage im sechsten Spiel und bleiben im Tabellenkeller. Gegen die konsequent und konzentriert spielenden Royals haben die Dolphins nur selten ein passendes Mittel. Besonders ärgerlich für die Ostwestfalen – viele persönliche und zugleich unnötige Strafen bringen die Royals mehrfach zurück ins Spiel. Zudem kam die Offensive der Dolphins nicht richtig in Schwung und verließ häufig frühzeitig das Feld.

Eine schwere Partie hatte man bei den Paderborn Dolphins erwartet. Die Potsdam Royals, ungeschlagen an der Tabellenspitze, würden den Paderborn Dolphins alles abverlangen. Die 500 Zuschauer im Hermann-Löns-Stadion konnten gerade im ersten Viertel auch noch eine ausgeglichene Partie sehen, doch wer genau hinsah, der erkannte schon im ersten Offensiv-Auftritt der Dolphins, dass es an diesem Sonntag mehr als schwer werden würde gegen die Potsdam Royals.

Die Dolphins Offensive schaffte es zu keiner Zeit, eine abwechslungsreiche Spielweise an den Tag zu legen. Viel zu wenig Laufspiel zeigten die Ostwestfalen. Die Royals, mit der statistisch besten Defensive der Liga, stellten sich schnell auf das Passspiel der Paderborner ein. Am Ende vernachlässigten die Potsdamer sogar die Laufverteidigung, da sie im gesamten Spiel mit wenigen Laufspielzügen konfrontiert wurden. Eigentlich hatten die Dolphins diese Schwachstelle in den vergangenen Wochen sehr gut in den Griff bekommen. Allerdings war davon an diesem Sonntag wenig zu sehen im Hermann-Löns-Stadion.

Erschwerend kam hinzu, dass sich auch an diesem Sonntag die Dolphins manchmal selber im Weg standen. Waren einmal einige Yards überbrückt, so kam es immer wieder zu Strafen – sowohl in der Offensive als auch in der Defensive – die dem gegnerischen Team Freiraum verschafften. Die Potsdam Royals hingegen machten es geschickter. Royals Quarterback Zachary Shaw setzte vor allem seinen Receiver Frederik Myrup Nielsen immer wieder gekonnt ein. Ebenfalls zeigte Receiver David Saul, dass er zurecht schon im dritten Jahr von den Royals verpflichtet wurde. Er sprang sogar als Quarterback ein, als Zachary Shaw im vierten Quarter das Feld verlassen musste. Für die Dolphins war zu diesem Zeitpunkt aber schon nichts mehr zu holen.

Viel zu schnell lagen die Dolphins schon in der Mitte der ersten Halbzeit mit zwei Touchdowns im Rückstand. Einen Vorsprung, den die Royals immer beibehielten und weiter ausbauten. Auf Seiten der Dolphins waren es Dominik Gröne und Cameron Richmond, die das Football Ei in die Endzone trugen. Bis dahin hatte die Offensive der Dolphins viele sichere Pässe nicht in Yards verwandelt. Hinzu kam, dass die Abstimmung zwischen Receiver und Quarterback nicht immer stimmte. Ein Rückschritt für die Offensive, denn eigentlich hatte die Dolphins Angriffsreihe in den vergangenen Spielen souveräner ihr Angriffsspiel aufgezogen. Durch die Abgabe des Angriffsrecht musste die Defensive der Dolphins auf das Feld.

Viel Zeit bliebt dabei der Verteidigungsreihe nicht um anzutreten. Gerade in Richtung Ende des Spiels merkte man, dass die Kraft der Defensive nachließ. Hinzu kam, dass gleich zwei Linebacker an diesem Tag den Dienst quittieren mussten. Linebacker Jonas Pohl musste nach einem Tackle das Spielfeld zwangsweise verlassen und wird aufgrund des Ausschlusses auch mindestens ein weiteres Spiel fehlen. Linebacker Ramon Schrittwieser, der schon angeschlagen in die Partie gegangen war, musste zur Halbzeit ebenfalls das Pad ausziehen. Keine leichte Aufgabe für Defensiv Koordinator Luigi Figlia, der erneut improvisierte.

Die Schwächung der Dolphins Verteidigung nutzten die Königlichen aus Potsdam geschickt aus. Mit Runningback Calvinaugh Jones etablierten sie immer mehr ihr Laufspiel und sorgten für genügend Raumgewinn. War Calvinaugh einmal nicht die erste Wahl, konnte Quarterback Shaw mit eigenen Läufen oder durch Pässe oder Ballübergaben auf David Saul punkten.

Die Paderborn Dolphins rutschen damit ein Stück weiter in Richtung Tabellenkeller. Doch die Dolphins haben im Gegensatz zu vielen Ligakonkurrenten die schwersten Partien schon hinter sich. Zwei Mal traf man schon auf die Düsseldorf Panther, einmal auf die Royals aus Potsdam. Damit hat man die Spitzengruppe schon mehrfach getroffen. Im nächsten Spiel treffen die Dolphins auf die Cougars. Die Reise nach Lübeck gilt als eine der anstrengendsten und langwierigsten.

Für die Paderborn Dolphins heißt es volle Konzentration auf die anstehenden Spiele. Die Spitzengruppe scheint, wenn man realistisch ist, in dieser Saison nicht erreichbar. Wichtig ist aber, dass man sich nun auf die Spiele gegen die direkte Konkurrenz konzentriert. Hier wird es wichtig sein, die kommenden Spiele zu gewinnen um sich gegen die unteren Tabellenränge weiter abzusichern.

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